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Plazentanosoden & Plazenta Globuli: Herkunft und Wirkungsweise der Auto-Nosoden

Die Wirkungsweise von Plazentanosoden als Plazenta Globuli oder Salben basiert auf einer jahrhundertealten, traditionellen Therapierichtung.

Viele werdende Mütter interessieren sich dafür, nach der Geburt Plazentanosoden und Plazenta Globuli herstellen zu lassen. Die Idee, körpereigene Substanzen als homöopathische Arzneimittel aufzubereiten, hat eine lange Tradition. Erfahren Sie hier mehr über die Herstellung nach dem Homöopathischen Arzneibuch (HAB) und die historischen Wurzeln der Auto-Nosoden-Therapie.

Die Geschichte der Eigenbluttherapie: Eine lange Tradition

Blut gilt seit jeher als Träger der Seele und des Lebens. Bereits in der Antike wurde es gezielt zu Heilzwecken eingesetzt. Ein bekanntes historisches Dokument, der Papyrus Ebers aus dem 16. vorchristlichen Jahrhundert zur Zeit der Pharaonen, erwähnt bereits die Anwendung von Blut zur Wiederherstellung der Körperkräfte.

Bis heute hat sich diese Faszination gehalten: In der Naturheilkunde wird das eigene Blut – beispielsweise in Form von Eigenblutinjektionen – nach wie vor im Rahmen der Reiz- und Umstimmungstherapie angewendet.

Der homöopathische Grundgedanke seit 1790

Die Idee, Blut oder andere körpereigene Substanzen homöopathisch aufzubereiten, hat ihre Wurzeln in der Homöopathie. Ab dem Jahr 1790 entwickelte und beschrieb der Arzt und Chemiker Samuel Hahnemann die homöopathische Therapie.

Hahnemann nannte das gezielte, schrittweise Verdünnen und Verschütteln von Ausgangsstoffen „Potenzieren“. Seine Lehre beruhte auf folgendem Grundgedanken:

  • Das Ähnlichkeitsprinzip: Nach Hahnemanns Vorstellung sollen Stoffe, die bei einem Gesunden bestimmte Symptome hervorrufen, in homöopathischer Aufbereitung bei Erkrankten mit ähnlichen Symptomen eingesetzt werden.
  • Sein Leitsatz lautete (lateinisch "Similia similibus curentur."): „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden.“ 

Von der Homöopathie zur Isopathie (um 1830)

Dem Tierarzt Johann Joseph Wilhelm Lux reichten die von Hahnemann vorgegebenen Substanzen jedoch nicht aus. Auf der Suche nach weiteren Wegen behandelte er erkrankte Tiere mit homöopathisch aufbereitetem Eigenblut und körpereigenen Krankheitssekreten.

Lux gab dieser Weiterentwicklung einen neuen Namen: Isopathie. Seine These ging noch einen Schritt weiter (lateinisch "Aequalia aequalibus curentur."): „Gleiches möge durch Gleiches geheilt werden.“

Was sind Nosoden und Auto-Nosoden?

Parallel zu den Entwicklungen in Europa kam der bedeutende amerikanische Homöopath Constantin Hering zu ganz ähnlichen Erkenntnissen. Er prägte für homöopathisch aufbereitete Stoffwechselprodukte von Mensch, Tier oder Mikroorganismen den Begriff Nosoden. Diese Mittel sollten dem Körper dabei helfen, bereits durchlebte Krankheiten aufzuarbeiten.

„Eigen statt nur ähnlich“: Die Auto-Nosoden

Wenn der Ausgangsstoff für die Herstellung direkt vom Patienten selbst stammt, spricht man von Auto-Nosoden (abgeleitet vom griechischen autos für „selbst“).

Bei Plazentanosoden bedeutet das: Der Ausgangsstoff stammt aus dem eigenen Körper – er ist „eigen statt nur ähnlich“. Diese Therapieform führt den homöopathischen Grundgedanken mit dem „Gleichen“ und dem „Eigenen“ konsequent weiter.

Eine traditionelle Therapierichtung nach strengen Standards

Auch wenn die Idee eine lange Geschichte hat, wird bei der Herstellung nichts dem Zufall überlassen. Die strengen Herstellungsregeln nach dem Homöopathischen Arzneibuch (HAB) sorgen bis heute für eine gleichbleibende Qualität der Arzneiformen. Der Offenheit für Weiterentwicklungen verdanken wir heute individuelle Arzneiformen wie die Plazenta Globuli.

Fazit: Etwas ganz Eigenes für Ihr Baby 

Plazentanosoden verbinden jahrhundertealte Heiltradition mit den strengen Qualitätsstandards moderner Homöopathie. Sie sind eine einzigartige, ganz individuelle Arzneiform, hergestellt aus dem Ausgangsstoff von Mutter und Kind.

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